Wie bereitet man eine Quesadilla zu…. fragen Sie Machete!

Enthält Werbung:

Er wurde geboren um zu schleifen…. Machete schleift. Er wurde geschult um stumpfe Messer wieder scharf zu machen… Machete schärft. Machete springt auf die Klinge um sie zu bezwingen. Er hat weder Furcht noch Angst…..Lassen Sie ihr Messer von Machete schleifen !!

… wer kennt nicht diesen Werbespot von „Machete“? Jedesmal wenn dieser im Fernsehen läuft muss ich schmunzeln. Der gefährliche Machete… narbengesichtig, tätowiert und ein fieser Schnurrbart. Auf den ersten Blick nicht unbedingt Schwiegermutters Liebling. Vor allem wenn er noch sein fieses „Machete“ Gesicht aufsetzt.
Auf einem Messer Symposium durfte ich Machete -alias Dany- persönlich kennen lernen. Er war dort als Gastredner eingeladen und was soll ich dazu sagen. Machete, ist sehr kompetent, nett und so gar nicht fies. Mittlerweile sind wir befreundet.

Im Moment belasten mich zwei Probleme in meinem Labor bei denen ich hoffe das mein mexikanischer Freund mir helfen kann. Zum einen ein kulinarisches Problem. Tortillas,… die zum Teufel nicht aussehen wollen wie solche. Nie werden die richtig rund. Zu den witzigen Formen so viel gesagt: Irgendwann meldete sich ein Kunstmuseum bei mir und fragte nach ob ich diese tollen Exponate an sie verleihen will….
Zum anderen ein stumpfes Käsemesser. Im Vergleich zu meinem ersten Problem pille palle.

Also twitterte ich Machete an ob er eine Lösung für meine Form Problem hat… Tage später immer noch keine Antwort. Also griff ich zum Telefonhörer und zwitscherte meinen Freund an. Zu meiner Frage warum ich keine Antwort auf Twitter bekam hörte ich nur ein lapidares „Machete twittert nicht! Aber komm vorbei.“
Gesagt getan und da stehe ich auf meiner Küchenwaage Knut. Knut ist meine Küchenwaage und mein Teleporter. Fliegen ist out. Auf alle Fälle stehe ich auf Knut mit einem Satz Messer und einem guten Stück Comte Käse das mir Alain aus dem Jura geschickt hat. Meine Mission ist nicht nur ein Tortillarezept zu ergattern, sondern auch die Welt besten Machete Quesadillas zu bekommen. Dazu brauchen ich diesen einmalig guten Comte Käse.
So, noch den Ort bzw. die GPS Daten eingeben … irgendwo in Mexico … und schwuuuups…. Stehe ich auch schon in Machetes Küche und ein riesen Messer richtet sich mir entgegen. „Hast Du mich erschreckt!“. Meine Antwort: „Tag Machete, ist das ein Gastgeschenk?“ und deutete an das Messer das er mir entgegenstreckt. Denk an das Teleportieren wird er sich nie gewöhnen. Ok, das nächste mal bin ich höflicher, teleportiere mich vor seine Haustüre und klingle. Old Scool. Nach dem ersten Schock bekomme ich dennoch eine herzliche Umarmung und schon geht es los mit dem Kochen.

Für den Tortillas Teig wurde schon alles vorbereitet. Auf der Arbeitsfläche stehen 200 g Maismehl, 200 g Weizenmehl, 5 EL Olivenöl, 550 ml Wasser und eine Prise Salz.
Die beiden Mehle werden in einer Schüssel mit dem Salz zusammen vermengt. Dazu kommt das Öl und das Wasser. Mich wundert es das der Teig ziemlich flüssig ist. Aber mein Freund meinte das dies in Ordnung sei und stellte die Schüssel für 1 Stunde in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit nahm er sich meiner Messer an und verpasste denen eine Schärfe das Hattori Hanzo neidisch geworden wäre. Nach einer guten Stunde und 3 Tequilas später kommt der Teig aus dem Kühlschrank. In einer heißen Pfanne wird der Teig Schöpflöffel weise wie Pfannkuchen ausgebacken. Allerdings ohne Öl in der Pfanne. Der Trick bei der Sache, der Fladen wird erst umgedreht wenn dieser oben trocken ist. Dabei hat der unten eine schöne leichte Bräunung und anschließend kommt die Oberseite dran. So wird ein Tortilla nach dem anderen schön rund und absolut perfekt. Warum bin ich nicht selber darauf gekommen ?? Während mein Freund einen Tortilla nach dem anderen herstellt tummle ich mich in seinem Garten und stibitze ein paar Tomaten, Lauchzwiebel, Paprika, Avocados und Japaellos.
Zurück in der Küche wo immer noch Tortillas gebrutzelt werden, ziehe ich mir Kettenhandschuhe an, nehme ein Machete-scharfes-Messer und schneide das gefundene Gemüse klein. Die Kettenhandschuhe sind dafür gedacht das die Quesadillas die Fleischeinlage „Finger“ später nicht enthalten. Wie ich den Comte Käse rauskrame wird ein zufriedenes Grinsen auf meines Freundes Gesicht gezeichnet.
Den Comte Käse rasple ich und nicht zu wenig davon. In eine Machete Quesadilla kommt viiiiiiel guter Käse.

Dany ist mit den Tortillas fertig und nun kommt der spaßige Teil meiner Reise. Die Käsefladen. Ein Tortilla wird mit dem geschnittenen Gemüse belegt. Darauf kommt viel viel Comte Käse und obendrauf eine zweite Tortilla. Das ganze wird in die Pfanne gehieft, den Herd auf mittlere Stufe stellen und einen Deckel darauf. Der Käse wird weich, verbindet sich mit dem tollen Gemüse und alles wird richtig schön schmelzig. Nach ca 3-5 Minuten wird das ganze umgedreht und noch weitere 3-5 Minuten in der Pfanne gebruzelt. Anschließend raus auf ein Teller oder Brett und in genügend Teile geschnitten. Während dessen kann schon die nächste brutzeln. Das schöne bei den Quesadillas ist die variable Füllung. Alles kann rein – außer Finger, Fingernägel oder andere menschliche Bestandteile- , aber immer viiiel guter Käse. Der darf nie fehlen.

Nach 5 weiteren verdrückten gefüllten Fladen und gefühlten 5 Litern Tequila wird es für mich wieder Zeit aufzubrechen. Ich bereite Knut vor, verabschiede mich von meinem Freund, packe die geschliffenen Messer incl. dem Gastgeschenk ein und freue mich schon darauf das Mareike (meine Kaffeemaschine) mir einen Kaffee zum Ausnüchtern zubereitet.

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