My balls are on fire oder das Rezept der gefüllten scharfen Fleischpflanzerl

My balls are on fire… nicht das was man denken könnte. Neulich bekam ich Besuch von Anthony Kiedis. Also, den Sänger der Schoten oder besser gesagt den Red Hot Chili Peppers. Irgendwo hörte er das ich mich mit culinarischen Problemlösungen befasse. Deswegen stand er vor der Tür mit einem Sack voller Red Hot Chili Peppers oder konkreter gesagt „Fire Balls“. Er hat sich eine ganze Plantage mit den Zeug angebaut und hat jetzt das Problem das er keine Ahnung hat was er damit alles kochen könnte. Also brachte er mir 50 Kilo bestes experimentelles Material, mit dem ich zaubern darf. Mal sehen was ich Anthony in einer Woche auf den Teller bringe. Denn so lange habe ich Zeit daraus etwas zu machen.
Als erstes kommt der Geschmackstest und laut Anthony ist das eine milde Sorte. Also rein in den Mund und essen… und was soll ich sagen…. ich liege gerade in meiner Badewanner voller Milch und versuche diese auf Ex aus zu trinken. Milde Sorte…. keine Ahnung was der gute dann unter scharf versteht. Meines Erachtens haben die mindestens 300.000.000 Scoville. Das Zeug brennt wie Lunte… und daraus soll ich etwas zaubern… Hurra !!!
Als erstes Schutzkleidung anziehen. Handschuhe. Schürze, Sicherheitsschuhe und Brille. Nicht daß das Zeug sich noch durch die Haut frisst…. Zwei Tage später… die Haut ist noch dran… aber meine Granit Arbeitsplatte ist hin….Vier Tage später…. das Teufelszeug hat mir gerade einen Erlenmeyerkolben aufgelöst…. Sechs Tage später …. kann jetzt durch ein Quadratmeter großes Loch im Fußboden in meinem Keller sehen…. Tag der Tage:
Anthony steht vor meiner Tür mit erwartungsvollen Augen. Also, hinbekommen habe ich schon etwas und was soll ich sagen, es schmeckt sogar und die Schärfe ist gut verträglich. Mal sehen was mein singender Freund zu dieser Kreation meint. Er war erstaunt als er Meat Balls sprich Fleischpflanzerl serviert bekam und schaute mich mit fragenden Augen an. Der AAAAAhhh Effekt kam als ich die Fleischbällchen mit einem Messer auseinander schnitt. Zum Vorschein kamen seine Fire Balls. Denn meine Idee war erst einmal eine Schutzhülle um diese Teufelsschoten zu bauen.

Dafür benötigte ich:
500 g Hackfleisch
2 Stück Eier
1 Stück altbackene Semmel in Milch eingeweicht
1 TL scharfer Senf
n.B. Salz
n.B. Pfeffer
n.B. Muskatnuss

Aus den Zutaten knete ich mit den Händen einem Hackfleischteig. Den lies ich im Kühlschrank noch 30 Minuten ruhen.

In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um die Fire Balls.
Erst einmal den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Dann die scharfen Teufelchen waschen, entstiehlen und aushölen.
Damit die etwas an schärfe verlieren fülle ich sie mit Frischkäse. Alternativ könnte man auch Ziegenfrischkäse verwenden.

Anschließend wird der Hackfleischteig um die Schoten gegeben.
In einer ofenfesten Pfanne wird etwas Öl hinein gegeben und die Pflanzerl von allen Seiten scharf angebraten.
Danach dürfen sie im Ofen für ca. 25 Minuten backen.

In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um die Beilage. Bei mir gibt es einen klassischen Kartoffelstampf und Ajvar.

Anthony ist ganz begeistert bei dem was ich ihm serviere. Mit strahlenden Augen blickt er mich an und meint :“Oh my God. This things are Great !!“
Somit, Auftrag zur vollsten Zufriedenheit erledigt.

Gemeinsam sitzen wir noch im Labor und quatschen bis tief in die Nacht.
Das Stück Papier mit dem Rezept halte ich in der Hand als wir uns verabschiedeten. Anthony griff nach dem Rezept und verabschiedete sich mit den Worten: „Give it away, now!“….. Eine echte coole Schote halt ….

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