Autsch,…. oder wie ich einen gedeckten Apfelkuchen backe

Schweigend mit einem Apfel und einer Tasse Kaffee sitze ich vor meiner sprechenden Kaffeemaschine Mareike und grüble mir die Birne wund. Ein Auftraggeber will einen Kuchen von mir gebacken haben. Aber nicht nur einen Kuchen…. Er will meinen Lieblingskuchen. Das Problem an der Sache: Es gibt so viele davon. Nur welches ist wirklich mein allerliebster Lieblingskuchen ???
Mir brennen schon fast die Sicherungen im Kopf durch. Mein kleines Synapsenauto saust mit einer riesigen Geschwindigkeit durch mein Gehirn und präsentiert mir die Fotos der tollsten Kuchen und Torten. Aber bis jetzt war mein absoluter Top Kuchen noch nicht dabei. Mareike braut mir gerade eine frische Tasse Kaffee und ich dreh mich zu meinen 30 Meter hohen Apfelhaufen um mir noch einen Apfel zu holen. Bei dieser Aktion fällt es mir wie Schuppen von den Augen…. Aber klar, mein absoluter Top Lieblingskuchen, von den man auf keinen Fall die Finger lassen kann, bei den man noch Restkrümel vom Teller leckt, bei jedem Abstecher in die Küche die Kühlschranktür aufreißt um sich noch ein kleines Stück zu gönnen und man tief traurig ist sobald das letzte Krümelchen weggegessen wurde….. ist,….. ein gedeckter Apfelkuchen. Nennt mich simple, einfach strukturiert oder sonst irgendwas. Aber der Kuchen ist wirklich geil.

Mit frischer Tatkraft, 20 Kilo Äpfel und einer frischen Tasse Kaffee verschwinde ich durch die Schleuse in mein Labor. Allerdings kam ich ziemlich lädiert dort an. Den wie ich den Schleusenknopf drückte, fiel mir 1 verhängnisvoller Apfel runter. Das er runter fiel war nicht das Verhängnis sondern das ich über den Apfel stolperte, mit den verbleibenden Äpfel gegen die Schleusentür krachte, mir ein zweiter Apfel runter fiel der mich in einen sagenumwobenen Rückwärtssalto auf den Boden krachen lies und 20 Kilo der besten Äpfel in einem Starfighter gleichen Sturzflug auf mich nieder prasselten. Mit blauen Flecken, Beulen und einem verdrehten Torso erreichte ich dann mein Labor. Autsch…..

Gedeckter Apfelkuchen… für den Teig, der ein Mürbteig ist, werden folgende Zutaten gebraucht:

300 g Mehl
1 TL Backpulver
150 g kalte Butter
100 g feiner Zucker z.B. von Diamant Zucker
1 Pkg Vanillezucker
2 Stück Eier
1 Prise Salz

Das alles wird in eine Schüssel gegeben und solange geknetet bis ein glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie gehüllt darf der im Kühlschrank mindestens eine Stunde ruhen.

In dieser Zeit bereite ich die Füllung vor. Diese besteht aus folgenden Zutaten:

1 Kilo säuerliche Äpfel
3 EL Wasser
100 g feiner Zucker z.B. von Diamant Zucker
n.B. Zimt
100 g getrocknete Cranberrys
100 g grob gehackte Walnüsse

Die Äpfel werden gewaschen, geschält, entkernt und in feine Spalten geschnitten. Diese werden in einem Topf mit dem Wasser, Zucker und Zimt für 10 Minuten gedünstet. Danach soll die Masse etwas abkühlen. Cranberrys und Walnüsse kommen am Schluss noch dazu. Alles gut vermischen.

Den Backofen heize ich auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor. Eine Springform oder Tortenring stelle ich bereit.

Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick ausgerollt. Als erstes wird der Teigdeckel ausgeschnitten. Der sollte etwa ringsum 0,5 cm größer sein wie die Kuchenform. Der Deckel wird zur Seite gelegt und der Boden ausgestochen. Der kommt gleich in die Form. Ca. 5 cm hohe Streifen dienen als Kuchenrand. Diese kommen ebenfalls in die Form und werden am Kuchenboden fest gedrückt. Mit Backpapier wird der Kuchen innen ausgelegt und mit Blindbackhülsenfrüchte befüllt. Das ganze im Ofen für ca. 15 – 20 Minuten vorbacken. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, das Backpapier mit den Blindbackhülsenfrüchten entfernen und die Apfelfüllung rein geben und nach Möglichkeit etwas glatt streichen. Mit dem Mürbteigdeckel den Kuchen abschließen und im Ofen ca. 20 Minuten fertig backen. Raus nehmen und auskühlen lassen.

Für die Glasur wird folgendes gebraucht:
150 g Puderzucker z.B. von Diamant Zucker
2 EL Zitronensaft

Sobald der Kuchen ausgekühlt ist, kann der Puderzucker und der Zitronensaft zusammen gerührt werden und der Kuchen damit übergossen werden.

Mit einem zufriedenen Gesicht und einem Stück Kuchen sitze ich in gekrümmter Haltung mit meinen Beulen und blauen Flecken bei Mareike. Mit dem Satz: „Der ist Dir aber wirklich gut gelungen!… Quasimodo“ hat sie meinem Meisterwerk gehuldigt und mir einen frischen Kaffee gemacht. Das ganze beweist, einfach muss nicht simple sein… und nachdem ich 20 Kilo Äpfel in mein Labor mit genommen habe, die trotz Show Einlage vor meiner Laborschleuse alle verarbeitet wurden, stapelt sich neben den Apfelturm ein Apfelkuchenturm und davon werde ich noch lange zehren. Kuchenbäcker,

Mein Lieblingskuchen

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